Training von Sprachmodellen zur Selbstkorrektur mittels Reinforcement LearningTraining Language Models to Self-Correct via Reinforcement Learning
Die Selbstkorrektur ist eine äußerst wünschenswerte Fähigkeit großer Sprachmodelle (LLMs), wurde jedoch in modernen LLMs bisher als weitgehend unwirksam erachtet. Bestehende Ansätze zur Schulung der Selbstkorrektur erfordern entweder mehrere Modelle oder setzen ein leistungsfähigeres Modell oder andere Formen der Aufsicht voraus. Zu diesem Zweck entwickeln wir einen Multi-Turn-Online-Verstärkungslernansatz (RL), SCoRe, der die Selbstkorrekturfähigkeit eines LLMs erheblich verbessert, indem ausschließlich selbstgenerierte Daten verwendet werden. Um SCoRe aufzubauen, zeigen wir zunächst, dass Varianten des überwachten Feintunings (SFT) anhand offline vom Modell generierter Korrekturtrajektorien nicht ausreichen, um ein Selbstkorrekturverhalten zu vermitteln. Insbesondere beobachten wir, dass das Training über SFT entweder unter einem Verteilungsfehler zwischen den Trainingsdaten und den eigenen Antworten des Modells leidet oder implizit nur eine bestimmte Art des Korrekturverhaltens bevorzugt, die oft nicht effektiv zur Testzeit ist. SCoRe begegnet diesen Herausforderungen, indem es unter der eigenen Verteilung des Modells von selbstgenerierten Korrekturtrajektorien trainiert und geeignete Regularisierung verwendet, um den Lernprozess in die Richtung einer Selbstkorrekturstrategie zu lenken, die zur Testzeit effektiv ist, anstatt einfach hochbelohnte Antworten für eine bestimmte Eingabe anzupassen. Diese Regularisierung schreibt vor, eine erste Phase des RL auf einem Basismodell durchzuführen, um eine Richtlinieninitialisierung zu generieren, die weniger anfällig für Zusammenbrüche ist, und dann einen Belohnungsbonus zu verwenden, um die Selbstkorrektur während des Trainings zu verstärken. Bei Anwendung auf die Modelle Gemini 1.0 Pro und 1.5 Flash stellen wir fest, dass SCoRe eine Spitzenleistung bei der Selbstkorrektur erzielt und die Selbstkorrektur der Basismodelle auf den MATH- und HumanEval-Benchmarks um jeweils 15,6 % bzw. 9,1 % verbessert.