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Wissen ist nicht Verstehen: Neubegründung generativer Proaktivität durch epistemische und verhaltensbezogene Einsicht

Knowing Isn't Understanding: Re-grounding Generative Proactivity with Epistemic and Behavioral Insight

February 16, 2026
papers.authors: Kirandeep Kaur, Xingda Lyu, Chirag Shah
cs.AI

papers.abstract

Generative KI-Agents setzen Verständnis mit der Lösung expliziter Anfragen gleich – eine Annahme, die Interaktion auf das beschränkt, was Nutzer artikulieren können. Diese Annahme versagt, wenn Nutzern selbst nicht bewusst ist, was fehlt, riskant ist oder Beachtung verdient. Unter solchen Bedingungen ist Proaktivität nicht bloß eine Effizienzsteigerung, sondern eine epistemische Notwendigkeit. Wir bezeichnen diesen Zustand als *epistemische Unvollständigkeit*: wenn Fortschritt davon abhängt, unbekannte Unbekannte zu adressieren, um eine effektive Partnerschaft zu ermöglichen. Bestehende Ansätze für Proaktivität bleiben eng vorausschauend, extrapolieren aus vergangenem Verhalten und setzen voraus, dass Ziele bereits klar definiert sind, wodurch sie Nutzer nicht wesentlich unterstützen. Allerdings ist das Aufzeigen von Möglichkeiten jenseits des aktuellen Bewusstseins eines Nutzers nicht per se vorteilhaft. Unbeschränkte proaktive Interventionen können Aufmerksamkeit fehlleiten, Nutzer überfordern oder Schaden verursachen. Proaktive Agenten erfordern daher *verhaltensbezogene Verankerung*: prinzipienbasierte Einschränkungen, wann, wie und in welchem Umfang ein Agent eingreifen sollte. Wir vertreten die Position, dass generative Proaktivität sowohl epistemisch als auch verhaltensbezogen verankert sein muss. Unter Bezugnahme auf die Philosophie der Ignoranz und Forschung zu proaktivem Verhalten argumentieren wir, dass diese Theorien entscheidende Leitlinien für die Gestaltung von Agenten bieten, die verantwortungsvoll agieren und bedeutungsvolle Partnerschaften fördern können.
English
Generative AI agents equate understanding with resolving explicit queries, an assumption that confines interaction to what users can articulate. This assumption breaks down when users themselves lack awareness of what is missing, risky, or worth considering. In such conditions, proactivity is not merely an efficiency enhancement, but an epistemic necessity. We refer to this condition as epistemic incompleteness: where progress depends on engaging with unknown unknowns for effective partnership. Existing approaches to proactivity remain narrowly anticipatory, extrapolating from past behavior and presuming that goals are already well defined, thereby failing to support users meaningfully. However, surfacing possibilities beyond a user's current awareness is not inherently beneficial. Unconstrained proactive interventions can misdirect attention, overwhelm users, or introduce harm. Proactive agents, therefore, require behavioral grounding: principled constraints on when, how, and to what extent an agent should intervene. We advance the position that generative proactivity must be grounded both epistemically and behaviorally. Drawing on the philosophy of ignorance and research on proactive behavior, we argue that these theories offer critical guidance for designing agents that can engage responsibly and foster meaningful partnerships.
PDF01February 18, 2026